Anti-Zwangs-Training, eine praktische Einführung
Vor dem Programmstart
Das Trainingssystem wurde entwickelt, um den Patienten bei seinen Expositionsübungen gegen den Zwang zu unterstützen. Zu diesem Zweck bekommt der Patient vom Therapeuten die CD-ROM und ggf. eine für ihn individuell konfigurierte Diskette, auf der die zu übenden Tätigkeiten definiert sind. Die technischen Voraussetzungen bestehen in einem PC (Windows 95, 98, 2000 oder NT) mit Soundkarte und daran angeschlossenen Lautsprechern. Bei dem Programm "Gedankenmühle" muss am PC zusätzlich noch ein Mikrofon angeschlossen sein. Nach dem Einlegen der CD-ROM beginnt automatisch die dialoggesteuerte Installation, bei der normalerweise alle Eingabeaufforderungen mit der Enter-Taste beantwortet werden können. Nach Aufruf des OCD Trainers kann durch Ausführen der Funktion "von Diskette laden" im Menü "Daten" die individuelle Konfiguration des Programms vorgenommenen
werden.
Der Programmablauf
In Modus 1 hilft das Trainingssystem "Tätigkeiten", die sich aufgrund der Zwangsstörung in ihrer Dauer nur schwer begrenzen lassen, zunehmend zeitlich zu verkürzen. Nachdem eine Übung ausgewählt wurde (z.B. Duschen oder die Haustür abschließen), überwacht das Trainingssystem deren zeitlichen Ablauf. Ist die vereinbarte Zeit vorbei, so macht der virtuelle Co-Therapeut den Betroffenen durch Ansprechen darauf aufmerksam. Dabei macht er sich so lange akustisch bemerkbar, bis der Patient die Beendigung der Handlung bestätigt.
Im 2. Modus begleitet das Trainingssystem Expositionsübungen mit den Zwang auslösenden Situationen. Dabei ist es das Ziel, die Zwangshandlungen zunehmend länger aufzuschieben, bis sie schließlich ganz unterlassen werden können.Die "Gedankenmühle" ermöglicht es dem unter Zwängen Leidenden sich durch Konfrontation mit seinen Zwangsgedanken in geschriebener und gesprochener Form von diesen zu
befreien.
Auswertung
Ein detailliertes Wochenprotokoll vermittelt dem Betroffenen und seinem Behandler einen Überblick über die erzielten Fortschritte.