Geschichten
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| Die letzten Worte des Meisters
Ein alter Zen-Meister stand am Ende seines Lebens. Seine Schüler
versammelten sich um sein Sterbebett.
Einer von ihnen wusste, dass der Meister sein ganzes Leben lang eine
besondere Art von Küchlein geliebt hatte. So war er am Tage zuvor
durch die Stadt gelaufen, um diese Küchlein aufzutreiben.
Glücklich bot er dem Meister nun ein solches Küchlein an.
Der alte Mann nahm den Kuchen mit zitternder Hand und einem müden
Lächeln. Er führte ihn zum Mund und kaute langsam. Seine Kräfte
schwanden zusehends.
Ein Schüler fragte leise, ob er noch eine letzte Botschaft für sie
habe.
Der Meister nickte.
Die Schüler rückten ganz nahe zum Meister, um seine schwache
Stimme zu hören.
"Diese Küchlein sind einfach wunderbar." und er verstarb.
gefunden in: Geschichten für die kleine Erleuchtung von Marco
Aldinger, leicht umgeschrieben |
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| Achtsamkeit
Einmal kam ein Mann zum Meister. Er bat
ihn darum, ihm einige Weisheiten aufs Papier zu schreiben, damit er
sie mitnehmen und immer wieder darauf schauen könnte.
Der Meister nahm einen Pinsel zur Hand und schrieb nur ein einziges
Wort auf: "Achtsamkeit".
Der Mann schaute enttäuscht.
"Das kann doch nicht alles sein, oder? Bitte schreib noch etwas
dazu."
Wieder griff der Meister zum Pinsel und schrieb "Achtsamkeit.
Achtsamkeit."
"Vergebt mir, aber das scheint mir weder sehr weise noch
tiefsinnig zu sein." sagte der Mann.
Daraufhin schrieb der Meister: "Achtsamkeit, Achtsamkeit,
Achtsamkeit".
Der Mann fühlte sich vom Meister veralbert und wurde wütend.
"Was soll den Achtsamkeit überhaupt bedeuten?" rief er.
Da sagte der Meister: "Achtsamkeit ist heißt
Achtsamkeit." |
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Angst vor
dem Ertrinken Der
Meister hatte mit seinen jungen Schülern einen Ausflug gemacht.
Zur Rast setzen sie sich an das Ufer eines Flusses, das steil hinab
ging.
Einer der Schüler fragte: "Sag Herr, wenn ich nun abrutschen würde
und in den Fluss falle, müsste ich dann ertrinken?"
"Nein" antwortete der Meister "Du ertrinkst nicht,
wenn du in den Fluss fällst - du ertrinkst nur dann, wenn du drin
bleibst." |
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"Angst klopfte an.
Vertrauen oeffnete. Keiner war draussen."
Aus China |
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Wenn der Tod kommt...
Der alte Meister war schwer
erkrankt. Er musste das Bett hüten und seine Schüler machten sich
große Sorgen, dass er bald sterben würde.
Mit gramvollen und totenbleichen Gesichtern standen sie um sein Bett
herum. Doch der Meister war bester Laune und hoch vergnügt.
Da fragte ihn einer der Schüler: "Herr, wie schaffst du es, im
Angesicht des Todes so gelassen zu sein?"
Der Meister lächelte breit.
"Das kann ich Euch sagen: Wenn der Tod hier wirklich vorbei
kommen sollte, dann liegen die Chancen sehr gut, dass er
versehentlich einen von euch statt mich mitnimmt - so wie Ihr aus
der Wäsche schaut!" |
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"Den Frieden kann man
weder in der Arbeit noch im Vergnuegen,
weder in der Welt noch in einem Kloster, sondern nur in der
eigenen Seele finden."
William Somerset Maugham |
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Der Ruin
"Diese neu gebaute
Schnellstraße ist mein Ruin" klagte der Pensionsbesitzer.
"Sie hat nur negative Folgen für mich gebracht."
"Also, so ganz kann ich dich nicht verstehen, antwortete sein
Freund. "Jeden Abend ist auf dem Schild vor deiner Pension
"Belegt" zu lesen."
"Ach," jammerte der Mann "danach kann man nicht
gehen. Überlege nur: bevor die Straße gebaut wurde, musste ich
jeden Abend zwischen 30 und 40 Leute wegschicken. Jetzt sind es nie
mehr als 20!"
(aus Mello, Anthony de: Gib
deiner
Seele Zeit, Geschichte überarbeitet und leicht geändert) |
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Jeder zählt...
Einst fragte die Tannenmeise
ihre Freundin, die Wildtaube: "Sag mir was eine Schneeflocke
wiegt."
"Nicht mehr als ein Nichts", antwortet die Wildtaube.
"Dann lass mich dir eine wunderbare Geschichte erzählen."
sagte da die Meise. "Ich saß eines Tages auf einem dicken Ast
einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing. Es schneite
nicht heftig, sondern ganz sanft und zart, ohne Schwere. Da ich
gerade nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken,
die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf hängen
blieben. Es waren exakt
dreimillionen-siebenhundert-einundvierzigtausend-neunhundert-zweiundfünfzig
Schneeflocken, die ich zählte. Und als die letzte der
dreimillionen-siebenhundert-einundvierzigtausend-neunhundert-dreiundfünfzig
Schneeflocken leise und sanft niederfiel, die nicht mehr wog als ein
Nichts, brach der starke, dicke Ast der Fichte ab."
Damit flog die Meise davon.
Die Taube, als Spezialistin für den Frieden, sagte zu sich nach
kurzem Nachdenken: "Vielleicht fehlt ja nur eines einzelnen
Menschen Stimme zum Frieden der Welt..."
Verfasser unbekannt, eingesandt
von einem Zeit zu leben-Leser |
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So ein Unglück!?
Es war einmal ein Mann, der
als einziger ein Schiffsunglück überlebte. Er wurde von den Wellen
an den Strand einer einsamen und unbewohnten Insel gespült. Immer
wieder hielt er Ausschau nach einem Schiff am Horizont.
Da aber kein Schiff auftauchte, baute er für sich und seine wenigen
Habseligkeiten eine kleine Hütte aus Holz. Er fand an den Bäumen
und Sträuchern essbare Früchte und eine kleine Quelle in der Nähe,
aus der er frisches Wasser bekam.
Eines Tages kam er von einer seiner Rundwanderungen um die Insel zurück
und sah schon von weitem, dass seine Hütte in Flammen stand.
Nun hatte er alles verloren. Vollkommen am Boden zerstört, gab er
sich seiner Verzweiflung und seinem Ärger hin.
Doch nach kurzer Zeit hörte er ein Geräusch. Es klang wie ein
Motor. Er hob den Kopf, wischte sich die Tränen aus den Augen und
schaute sich um. Da kam ein Boot zur Insel!
Der Mann sprang am Strand auf und ab und winkte. Und wirklich - das
Boot kam tatsächlich direkt auf ihn zu.
Voller Freude begrüßte er die Männer: "Woher wusstet Ihr
nur, dass ich hier bin?"
"Wir haben Ihr Rauchsignal gesehen", antwortete einer
seiner Retter. |
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Die drei weisen Alten
Es war eines Tages im Frühling, als eine Frau vor ihrem Haus drei
alte Männer stehen sah. Sie hatten lange weiße Bärte und sahen
aus, als wären sie schon weit herumgekommen.
Obwohl sie die Männer nicht kannte, folgte sie ihrem Impuls, sie zu
fragen, ob sie vielleicht hungrig seien und mit hinein kommen
wollten.
Da antwortete er eine von ihnen: "Sie sind sehr freundlich,
aber es kann nur einer von uns mit Ihnen gehen. Sein Name ist
Reichtum" und deutete dabei auf den Alten, der rechts von ihm
stand. Dann wies er auf den, der links von ihm stand und sagte:
"Sein Name ist Erfolg. Und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch
überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt."
Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte ihrem Mann, was sie
gerade draußen erlebt hatte. Ihr Mann war hoch erfreut und sagte:
"Toll, lass uns doch Reichtum einladen".
Seine Frau aber widersprach: "Nein, ich denke wir sollten
lieber Erfolg einladen."
Die Tochter aber sagte: "Wäre es nicht schöner, wir würden
Liebe einladen?"
"Sie hat Recht", sagte der Mann. "Geh raus und lade
Liebe als unseren Gast ein". Und auch die Frau nickte und ging
zu den Männern.
Draußen sprach sie: "Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie
rein und seien Sie unser Gast".
Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.
Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: "Ich habe nur
Liebe eingeladen. Warum wollt Ihr nun auch mitkommen?"
Die alten Männer antworteten im Chor: "Wenn Sie Reichtum oder
Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen
geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen
dorthin, wohin die Liebe geht." |
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Die Geschichte von zwei
Freunden
Zwei Freunde wanderten durch
die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der
eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.
Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er
nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:
"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht
geschlagen."
Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase.
Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der
geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und
drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in
letzter Minute.
Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt
hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:
"Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."
Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte,
fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen
Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in
einen Stein. Warum?"
Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder
beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind
des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas
tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein
gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann." |
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Gibt es ein Leben nach der
Geburt?
Ein ungeborenes Zwillingspärchen
unterhält sich im Bauch seiner Mutter.
"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der
Geburt?" fragt der eine Zwilling.
"Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für
das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling.
"Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es
kann kein Leben nach der Geburt geben - wie sollte das denn bitteschön
aussehen?"
"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher
viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und
mit dem Mund essen?"
"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund
essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur,
die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die
Nabelschnur viel zu kurz."
"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein
bisschen anders."
"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach
der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."
"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der
Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter
sehen werden und sie wird für uns sorgen."
"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist
sie denn bitte?"
"Na hier - überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und
durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"
"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt,
also gibt es sie auch nicht."
"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen
hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...." |
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Was ist die Alternative?
Ein Mann kam zum Rabbi und
fragte: "Rabbi, sag mir bitte: Was ist eine Alternative?"
Der Rabbi zögerte etwas, studierte aufmerksam das Gesicht des
Fragenden und sprach dann: "Eine Alternative? Nun, das ist
nicht so einfach. Ich will dir ein Beispiel geben: Angenommen, nur
einmal angenommen, du hast ein Huhn. So ein Huhn kannst du
schlachten, und dann hast du eine schöne Hühnersuppe oder einen Hühnerbraten.
Du kannst allerdings auch warten, bis dein Huhn ein Ei legt. Dann
hast du ein Huhn und ein Ei."
"Aha", sagte der Fragende und ein erkennendes Leuchten
zeigte sich auf seinem Gesicht, "das ist also eine
Alternative."
"Moment, warte mal ab", sagte der Rabbi, "die
Geschichte ist noch nicht zu Ende. Nehmen wir einmal mal an, du
entscheidest dich fürs Eierlegen. Dann hast du irgendwann ein Huhn
und ein Ei. So ein frisches Ei, das gibt ein schönes Frühstücksei.
Oder du kannst das Huhn natürlich auch brüten lassen. Dann hast du
irgendwann zwei Hühner."
Die Augen des Fragenden leuchteten auf: "Aha, das ist also eine
Alterna... "
"Moment, Moment", unterbrach ihn der Rabbi. "Die
Geschichte ist noch nicht zu Ende. Nehmen wir an, du entscheidest
dich fürs Brüten. Dann hast du also zwei Hühner und irgendwann
hast du acht Hühner und später dann sogar über 100. Wenn jemand
100 Hühner hat, dann kann er sich überlegen, ob es nicht Zeit ist,
eine Hühnerfarm zu errichten. Bei einer Hühnerfarm gibt es nun
wieder unterschiedliche Möglichkeiten. Ich kann natürlich so eine
Farm neben meinem Wohnhaus bauen. Das hat gewisse Vorteile: Man ist
dicht dabei, man überblickt alles und man hat immer die ganz
frischen Eier. Allerdings sollte man die Geruchsbelästigung in
Betracht ziehen. Die andere Möglichkeit ist, ins nahe gelegene
Flusstal zu gehen. Dort haben die Hühner ideale Bedingungen,
frisches Wasser und saftiges Gras. Allerdings - man ist natürlich
nicht dabei. Vielleicht kommt nachts einmal der Fuchs oder ein
Marder, und eines Morgens sind alle Tiere tot."
"Aha, das also ist... "
"Moment, Moment", sagte der Rabbi, "nicht so schnell,
denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Nehmen wir mal an, du
entscheidest dich für das Flusstal. Die Hühner haben ideale
Bedingungen und die Farm wächst und gedeiht: 100 Hühner, 200 Hühner,
500 Hühner und schließlich über 1000 Hühner. Das wird die größte
und beste Hühnerfarm weit und breit. Dann beginnt es irgendwann zu
regnen. Es regnet und regnet und regnet. Das ist sehr ungewöhnlich
für diese Region. Aber es regnet und hört nicht mehr auf. Das
Wasser des Flusses steigt und steigt und steigt. Und schließlich überflutet
das Wasser die Dämme und damit auch deine Hühnerfarm und alle Hühner
sind tot."
An dieser Stelle stoppte der Rabbi unvermittelt und schwieg.
Der Mann wartete ein Weilchen und fragte dann ratlos: "Na und?
Wo ist jetzt hier die Alternative... ?"
Der Rabbi antwortet: "Die Alternative? Enten, mein Lieber,
Enten!" |
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Über das Glück...
Ein Geschäftsmann kam zum
Meister und wollte von ihm wissen, was das Geheimnis eines
erfolgreichen Lebens sei.
Sagte der Meister: "Mach jeden Tag einen Menschen glücklich!"
Und er fügte nach einer Weile hinzu: "... selbst wenn dieser
Mensch du selbst bist."
Und noch ein wenig später sagte er: "Vor allem, wenn dieser
Mensch du
selbst bist." |
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Vom Nachahmen...
Ein Meister erlangte eines
Tages die Erleuchtung. Von da an entschied er, ein einfaches Leben
zu führen, weil ihm ein solch einfaches Leben zusagte.
Die Schüler eiferten ihm nach und versuchten, nach seinem Vorbild
ebenfalls ein einfaches Leben zu führen.
Doch der Meister lachte nur: "Ihr Narren! Was nützt es, mein
Verhalten nachzuahmen" sagte er, "ohne sich die Motivation
zu Eigen zu machen, ohne die Idee, die dahinter steht?"
Die Schüler schauten verwirrt.
Da fügte der Meister hinzu: "Glaubt Ihr denn, dass eine Ziege
ein Rabbi wird, nur weil sie wie er einen Bart trägt?" |
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Der Samurai und der Spatz
Es war einmal ein berühmter
Samurai, der über all die Jahre für seinen Herren schon viele Kämpfe
in unzähligen Kriegen gewonnen hatte.
Aber es kam der Tag, an dem er erstmals einen Kampf verlor.
Gedemütigt und voller Zorn gegen sich selbst und gegen den Rest der
Welt, wollte er seinem nun scheinbar unwürdigen Leben ein Ende
bereiten. Er ritt die staubige Landstraße entlang und dachte darüber
nach, wie er sich am grausamsten und auffälligsten umbringen könnte.
Plötzlich sah er vor sich auf dem Weg etwas liegen. Er hielt an und
erkannte, dass es ein kleiner Spatz war. Dieser lag auf dem Rücken
und streckte seine winzigen Füßchen zum Himmel.
Der Samurai, der wegen des Vogels aus seinen Gedanken gerissen
worden war, schrie den Spatz an: "Geh mir aus dem Weg, du
nichtsnutziges Federvieh!"
Der Spatz aber antwortete: "Nein, lieber Samurai, das werde ich
nicht tun. Ich habe eine große Aufgabe zu verrichten."
Der Samurai war ganz überrascht und erstaunt über die
selbstbewusste Antwort des Vogels. Er stieg von seinem Pferd, beugte
sich zu dem Spatzen hinunter und fragte: "Verrat mir, was so
wichtig ist, dass du mir den Weg nicht freimachen willst?"
"Oh", sagte der Spatz, "man hat mir gesagt, dass
heute der Himmel auf die Erde fallen wird. Und deshalb liege ich nun
hier. Ich werde ihn mit meinen Füßen auffangen."
Als dies der Samurai hörte, fing er an zu lachen. Er konnte sich
kaum beruhigen, so sehr schüttelte es ihn. Prustend rief er:
"Was? Du kleines Federknäuelchen willst mit deinen dürren
Beinchen den Himmel auffangen?"
Der kleine Spatz erwiderte sehr ruhig und ernst: "Tja, man tut
was man kann!" |
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Übereifrig
Ein junger Schüler war für
seinen besonderen Eifer bekannt. Er meditierte Tag und Nacht und
wollte seine Übungen nicht einmal zum Essen oder Schlafen
unterbrechen.
So wurde er immer dünner und dünner und auch die Erschöpfung nahm
zu.
Der Meister rief ihn zu sich und riet ihm, langsamer vorzugehen und
nicht zu viel von sich zu verlangen. Das aber wollte der Schüler
nicht hören.
"Warum hast du es so eilig?" fragte ihn da der Meister.
"Ich strebe nach Erleuchtung." sagte der Schüler.
"Da habe ich keine Zeit zu verlieren."
"Und woher weißt du, dass die Erleuchtung vor dir läuft, so
dass du ihr hinterherlaufen musst?" fragte ihn der Meister.
"Es könnte doch auch sein, dass sie hinter dir ist und dass du
nichts weiter tun musst, als stillzustehen..." |
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Spuren am Weg
Es war einmal ein Vater, der
zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr
dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob
er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben
hatte.
Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne
mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. Er ließ
sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich
geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte
ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort Eure ganz persönlichen
Spuren und Zeichen hinterlasst."
Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt.
Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel
zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken
und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen.
Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete,
er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den
Bewohnern.
Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich
arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder
aber tut nichts."
Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück.
Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und
beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen.
Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie
verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. Die gekennzeichneten Bäume
waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne
gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet.
Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und
Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn
wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein.
Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt
beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu
hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer, hast viel geleistet
und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer,
hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen.
Diese bleiben und leben weiter."
Stiegler Herbert nach
einem afrikanischen Märchen,
leicht umgeschrieben |
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Die Hölle
Es war einmal ein Mann, der,
als er gestorben war, an einen wundervollen Ort kam. Ein anderer
Mann in einem weißen Anzug kam auf ihn zu und sagte: "Sie können
alles haben, was Sie nur möchten - alle Speisen, alle nur
erdenklichen Vergnügungen, alle Arten der Unterhaltung."
Der Mann war begeistert und probierte von all den angebotenen
Delikatessen und Vergnügungen.
Doch eines Tages wurde ihm langweilig. Er rief den Mann in dem weißen
Anzug zu sich und sagte: "Ich bin all der Sachen überdrüssig.
Ich brauche etwas Sinnvolles zu tun. Welche Arbeit kannst du mir
geben?"
Da schüttelte der andere den Kopf und antwortete: "Tut mir
leid, aber das ist das Einzige, was wir Ihnen hier nicht bieten können.
Es gibt keine Arbeit."
Darauf rief der Mann: "Ebenso gut könnte ich in der Hölle
schmoren!"
Der Mann in dem weißen Anzug antwortete sanft: "Was glauben
Sie denn, wo Sie hier sind?"
Frei nach Margaret Stevens |
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Die Insel der Gefühle
Vor langer Zeit existierte
einmal eine wunderschöne, kleine Insel. Auf dieser Insel waren alle
Gefühle der Menschen zu Hause: Der Humor und die gute Laune, die
Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all
die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort.
Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt,
dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe
seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum
letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel.
Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen um Hilfe.
Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ,
fragte ihn die Liebe: "Reichtum, kannst du mich
mitnehmen?"
"Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel
Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich."
Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff
vorbeikam. "Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?"
"Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen", antwortete der
Stolz, "hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes
Schiff beschädigen."
Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: "Traurigkeit,
bitte nimm du mich mit."
"Oh Liebe", sagte die Traurigkeit, "ich bin so
traurig, dass ich allein bleiben muss."
Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen,
dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.
Plötzlich aber rief eine Stimme: "Komm Liebe, ich nehme dich
mit."
Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar
vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.
Später fragte die Liebe das Wissen: "Wissen, kannst du mir
vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?"
"Ja sicher", antwortete das Wissen, "das war die
Zeit."
"Die Zeit?" fragte die Liebe erstaunt, "Warum hat mir
die Zeit denn geholfen?"
Und das Wissen antwortete: "Weil nur die Zeit versteht, wie
wichtig die Liebe im Leben ist." |
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Das Märchen von der
traurigen Traurigkeit
Es war einmal eine kleine
Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar
schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den
frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb
sie stehen und sah hinunter.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos.
Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte:
"Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die
Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass
sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus,
als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich
ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest
du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt
doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber,
was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du
also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf.
"Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
Die Traurigkeit seufzte tief.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert
darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist
so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung,
unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu
verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie
fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer.
"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen.
Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches
Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei,
was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen:
'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in
den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.'
und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber
sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen
müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen
sind mir auch schon oft begegnet..."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und
dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei
ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein
Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine
besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine
schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die
Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine
Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich
ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen
über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus
Bitterkeit zu."
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker
und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die
zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und
sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das
zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll,
"ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst
von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten,
damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und
betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:
"Aber..., aber - wer bist eigentlich du?"
"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich
bin die Hoffnung." |
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Von der Aufmerksamkeit
Nan-in war ein Zen-Meister.
Seine Schüler lernten normalerweise mindestens zehn Jahre bei ihm,
bevor sie selbst zum Lehrer wurden.
Tenno, einer seiner Schüler, besuchte seinen Meister, nachdem er im
Anschluss an seine Lehrzeit selbst zum Lehrenden geworden war. Da es
ein regnerischer Tag war, hatte Tenno Holzschuhe und einen
Regenschirm bei sich.
Als er zu Nan-in getreten und ihn begrüßt hatte, sagte dieser:
"Ich nehme an, dass du deine Holzschuhe im Vorraum gelassen
hast. Sag mir doch, ob du deinen Regenschirm rechts oder links von
den Schuhen abgestellt hast."
Tenno war verwirrt und konnte die Frage nicht beantworten. Er
erkannte, dass er nicht in der Lage war, seine Aufmerksamkeit in
jedem Moment bei sich zu haben. Und so studierte er noch weitere
sechs Jahre bei Nan-in. |
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Der Unterschied
Ein Mann kommt zum Rabbi und
möchte wissen, woran es wohl liege, dass die Armen oft so
aufgeschlossen und hilfsbereit sind, die Reichen hingegen fast nie.
Da forderte der Rabbi den Mann auf, aus dem Fenster zu schauen und
zu beschreiben, was er dort sieht.
"Also, ich sehe Wolken, eine Frau mit Hund, ein Auto fährt
vorbei..."
Dann bittet der Rabbi den Mann ins Zimmer zu kommen und in den
Spiegel zu schauen
"Und was siehst du hier?"
"Mich."
"Da hast du die Antwort auf deine Frage. Beides ist Glas. Aber
sobald nur ein bisschen Silber dahinter ist, siehst du nur dich
selbst!" |
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Die Suche
Mullah Nasruddin wurde eines
Nachts von einem Polizisten angetroffen. Nasruddin kniete vor der
Straßenlaterne bei seinem Haus und suchte den Boden nach etwas ab.
Er war nicht mehr ganz nüchtern.
"Was suchst du denn so spät in der Nacht?" fragte der
Polizist.
"Ach, ich habe meinen Hausschlüssel verloren und komme ohne
ihn nicht in die Wohnung", antwortete Nasruddin.
Der Polizist kniete sich ebenfalls auf den Boden und so suchten
beide gemeinsam den Bereich um die Straßenlaterne ab. Aber sie
konnten nichts finden.
Nach einer Weile fragte der Polizist: "Bist du dir denn
wirklich sicher, dass du den Schlüssel hier unter der Laterne
verloren hast?"
"Nein, überhaupt nicht, eigentlich habe ich ihn dort hinten
bei den Sträuchern verloren, aber dort ist es zu dunkel und
unbequem, um zu suchen", antwortete Nasruddin.
Eine Sufi-Geschichte,
leicht umgeschrieben |
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Von der Last des Lebens...
Ein alter Beduine war krank
und zweifelte am Sinn des Lebens.
Eines Tages kam er in einer Oase an einem jungen, noch kleinen
Palmenbaum vorbei. Frustriert und deprimiert wie er war, nahm er
einen dicken Steinbrocken und legte ihn der jungen Palme mitten auf
die Blattkrone und dachte gehässig: "Soll auch sie sehen, wie
sie damit fertig wird."
Die junge Palme versuchte, die Last abzuwerfen. Sie wiegte sich im
Wind und schüttelte ihre jungen Wedel. Doch - vergebens.
Also begann sie, tiefer und fester in den Boden zu wachsen, um stärker
und kräftiger zu werden. Und wirklich: ihre Wurzeln erreichten neue
Wasseradern. Die Kraft des Wassers aus der Tiefe und die der Sonne
vom Himmel machten sie zu einer außerordentlich starken Palme, die
auch den Stein im Weiterwachsen mittragen konnte.
Nach Jahren kam der alte Beduine wieder, um nach dem Baum zu sehen.
Da sah er eine besonders hochragende Palme und in der Krone trug sie
den Stein.
Und wie sie sich im Wind neigte, schien sie ihm zu sagen: "Ich
muss dir danken! Die Last hat mich über meine Schwäche
hinauswachsen lassen." |
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Über Kamele
Ein Sufi-Meister ritt einmal
mit seinem Schüler durch die Wüste.
Bei Einbruch der Dunkelheit stießen sie auf eine Karawanserei und
beschlossen, dort zu übernachten. Der Meister trug seinem Schüler
auf, sich um die Kamele zu kümmern und ging schlafen.
Am nächsten Morgen waren die Kamele fort. Es stellte sich heraus,
dass der Schüler die Kamele nicht angebunden hatte.
Der Meister fragte seinen Schüler: "Warum hast du die Kamele
nicht angebunden?"
"Du hast mich doch gelehrt", antwortete der, "dass
ich Vertrauen in Allah haben soll. Ich dachte, dass Allah sich schon
um mich und um die Kamele kümmern wird."
Darauf sagte der Meister: "Allah kümmert sich nur um dich,
wenn du dein Kamel anbindest."
Nach einer alten Sufi-Geschichte |
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Die kleine Welle
Es war einmal eine kleine
Welle.
Tief in ihrem Innern war sie sehr unglücklich und klagte: "Ich
fühle mich so schlecht. Die anderen Wellen sind so groß und so
stark, während ich nur so klein und schwach bin. Das Leben ist
ungerecht!"
Zufällig kam eine große Welle vorbei.
"Ich habe deine Worte gehört." sagte sie. "Dir geht
es so, weil du noch nicht deine wahre Natur erkennst. Dir geht es
schlecht, weil du denkst, dass du nur eine kleine Welle bist, aber
das ist nicht wahr."
"Was sagst du da?" fragte die kleine Welle. "Natürlich
bin ich eine Welle" Schau, hier ist meine Krone und das hier
ist mein Wellenschlag. Ich bin klein, aber ich bin eine Welle!"
"Was du als "Welle" bezeichnest, ist nur deine Form.
Du bist in Wahrheit Wasser. Wenn dir gelingt, zu verstehen, dass du
nur eine zeitlang eine Welle bist, aber immer Wasser sein wirst,
wirst du nicht mehr unglücklich sein."
"Aber wenn ich Wasser bin, was bist dann du?"
"Auch ich bin Wasser. Ich habe für eine kurze Zeit die Form
einer Welle, die größer ist als du. Aber meinem Wesen nach bin ich
Wasser. Ich bin du und du bist ich. Wir sind beide Teile eines großen
Ganzen."
nach Xin Zhou Li,
gefunden in Wenn das Leben schmerzt,
nacherzählt und leicht geändert |
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Gottvertrauen
Drei Mönche sitzen in einem
Boot und angeln.
Nach einer Weile gehen dem einen Mönch die Würmer aus. Er legt
seine Angel zur Seite, schaut kurz zum Himmel und dann aufs Wasser.
Er zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot, läuft über
das Wasser zum Ufer, wo er sich einige Würmer holt, um dann zurück
über das Wasser zum Boot zu laufen und weiterzuangeln.
Nach einer Weile gehen dem nächsten Mönch die Würmer aus. Auch er
legt seine Angel zur Seite, schaut kurz zum Himmel, dann aufs
Wasser, zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot, läuft übers
Wasser zum Ufer, holt einige Würmer, läuft über das Wasser zum
Boot zurück und angelt weiter.
Nach einer Weile gehen auch dem dritten Mönch die Würmer aus. Er
legt seine Angel zur Seite, schaut kurz zum Himmel, dann aufs
Wasser, zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot und
versinkt wie ein Stein.
Meint der erste Mönch zum anderen: "Gottvertrauen hat er ja
..."
"Ja, das hat er", meint der andere Mönch, "aber er
weiß leider nicht, wo die Pfähle stehen." |
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Das Geheimnis des Glücks
Einmal kam jemand zu Nasrudin
und stellte ihm folgende Frage: "Was ist das Geheimnis des Glücks?"
Nasrudin überlegte eine Weile und antwortete dann: "Das
Geheimnis des Glücks ist ein gutes Urteilsvermögen."
"Aha." sagte der Mann. "Und wie bekomme ich ein gutes
Urteilsvermögen?"
"Durch Erfahrung."
"Ja", erwiderte der Mann "aber wie erlange ich
Erfahrung?"
"Durch ein schlechtes Urteilsvermögen." war Nasrudins
Antwort.
gefunden in: Der Geschichtenerzähler
von Joel ben Izzy, nacherzählt und umgeschrieben |
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Bist Du schon so gut?
Wenn Du den Tag ohne Kaffee
beginnen kannst, ohne gereizt zu sein,
Wenn Du immer fröhlich bist und Wehwehchen und Schmerzen ignorieren
kannst,
Wenn Du Dich nicht beschwerst oder die Leute mit Deinen Problemen
langweilst,
Wenn Du jeden Tag dasselbe essen kannst und dafür noch dankbar
bist,
Wenn Du Verständnis dafür hast, daß die Menschen, die Du liebst,
zu beschäftigt sind, um Zeit mit Dir zu verbringen,
Wenn Du darüber hinwegsehen kannst, daß die, die Du liebst,
manchmal ohne Grund ihre Aggressionen an Dir auslassen,
Wenn Du einen reichen Freund nicht besser als einen armen
behandelst,
Wenn Du der Welt ohne Lüge und ohne Täuschung gegenüberstehen
kannst,
Wenn Du sagen kannst, daß es in Deinem Herzen keine Vorurteile
gegen die verschiedenen Rassen, Farben, Religionen, Weltanschauungen
und politischen Meinungen gibt,
Wenn Du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder
Erwartungen zu haben,
Dann, mein Freund, bist Du fast so gut wie Dein Hund.
von Birgit |
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Die Probleme der
anderen...
Es stand einmal in einem Dorf
ein uralter, starker Baum.
Eines Tages wurden alle Dorfbewohner eingeladen, ihre Sorgen,
Probleme und Nöte gut verpackt an diesen Baum zu hängen.
Die Bedingung war allerdings, dafür ein anderes Paket mitzunehmen.
Zu Hause wurden die fremden Pakete geöffnet. Doch es machte sich
Bestürzung breit, denn die Sorgen und Probleme der anderen schienen
deutlich größer als die eigenen!
Und so liefen alle wieder zurück zu dem alten Baum und nahmen statt
der fremden schnell wieder die eigenen Pakete an sich und gingen
zufrieden nach Hause.
Eine Geschichte aus Indien |
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Der Adler
Es war einmal ein Mann, der
in den Wald gind, um sich einen Vogel zu fangen. Er kam mit einem
jungen Adler zurück, den er dann zu seinen Hühnern in den Hühnerhof
sperrte. Er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er ein Adler
war, der König der Vögel.
Nach einigen Jahren kam ein Naturforscher zu Besuch. Er erblickte
den Adler und rief aus: "Aber das ist doch kein Huhn dort, das
ist ein Adler!"
"Stimmt.", sagte der Mann, "Aber ich habe ihn zu
einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn,
auch wenn seine Flügelspanne von drei Metern hat.
"Oh nein", sprach da der Forscher. "Er ist noch immer
ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch
hinauffliegen lassen in die Lüfte."
Der Mann aber schüttelte den Kopf: "Nein, er ist jetzt ein
richtiges Huhn und wird niemals fliegen."
Die beiden Männer beschlossen, es auszuprobieren. Der Forscher ließ
den Adler auf seinen Arm springen und sagte zu ihm: "Du, der du
ein Adler bist, der du in den Himmel gehörst und nicht auf die
Erde: breite deine Schwingen aus und fliege!"
Der Adler saß auf dem gestreckten Arm des Forschers und blickte um
sich. Hinter sich sah er die Hühner nach ihren Körnern picken und
sprang zu ihnen hinunter.
Der Mann lachte und sagte: "Wie ich es sagte: er ist jetzt ein
Huhn."
" Nein", sagte der andere, "er ist ein Adler.
Versuche es morgen noch einmal."
Am anderen Tag stieg er mit dem Adler auf das Dach des Hauses, hob
ihn empor und sagte: "Adler, der du ein Adler bist, breite
deine Schwingen aus und fliege!" Aber als der Adler wieder die
scharrenden Hühner im Hofe erblickte, sprang er abermals zu ihnen
hinunter und scharrte mit ihnen.
Da sagte der Mann wieder: "Ich habe dir gesagt, er ist ein
Huhn."
Doch der Forscher schüttelte den Kopf und sagte: "Nein, er ist
ein Adler und er hat noch immer das Herz eines Adlers. Lass' es uns
noch ein einziges Mal versuchen; morgen werde ich ihn fliegen
lassen."
Am nächsten Morgen stand der Forscher früh auf, nahm den Adler und
brachte ihn hinaus aus der Stadt, weit weg von den Häusern an den
Fuß eines hohen Berges. Die Sonne ging gerade auf und vergoldete
den Gipfel des Berges. Jede Zinne erstrahlte in der Freude eines
wundervollen Morgens. Er ließ den Adler wieder auf seinem Arm
sitzen und hob den Arm hoch: "Du bist ein Adler. Du gehörst
dem Himmel und auf die Erde. Breite deine Schwingen aus und
fliege!"
Der Adler blickte umher und zitterte, als erfülle ihn neues Leben,
aber er flog nicht.
Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen. Und
plötzlich breitete der Vogel seine gewaltigen Flügel aus, erhob
sich mit dem Schrei eines Adlers, flog höher und kehrte nie wieder
zurück.
Er war ein Adler, obwohl er wie ein Huhn aufgezogen und gezähmt
worden war!
nach James Aggrey,
leicht geändert
(Hinweis: Diese Geschichte stammt aus Afrika und sie endet im
Orignal mit folgendem Aufruf: "Völker Afrikas! Wir sind
geschaffen nach dem Ebenbilde Gottes, aber Menschen haben uns
gelehrt, wie Hühner zu denken, und noch denken wir, wir seien
wirklich Hühner obwohl wir Adler sind. Breitet eure Schwingen aus
und fliegt! Und seid niemals zufrieden mit den hingeworfenen Körnern.") |
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Die Blondine und das Quiz
Eine Blondine nimmt an einem
Quiz zur Allgemeinbildung teil.
Der Moderator stellt ihr die folgenden Fragen:
1. Wie lange dauerte der Hundertjährige Krieg?
116 Jahre
99 Jahre
100 Jahre
150 Jahre
Die Blondine nutzt ihr Recht die Frage nicht zu beantworten.
2. In welchem Land wurde der "Panama Hut" erfunden?
Brasilien
Chile
Panama
Equador
Die Blondine bittet die Zuschauer um die Hilfe.
3. In welchem Monat feiern die Russen den Festtag der
Oktober-Revolution?
Januar
September
Oktober
November
Die Blondine nutzt das Recht einmal die Antwort per Telefon zu
erfragen und ruft eine andere Blondine an.
4. Wie ist der richtige Name von König Georg IV?
Albert
Georg
Manuell
Jonas
Die Blondine nutzt das Recht zwei falsche Antworten auszustreichen.
5. Von welchem Tiernamen stammt der Name der Kanarischen Inseln?
Kanarienvogel
Känguruh
Ratte
Seehund
Die Blondine fällt aus dem Spiel raus.
P.S.: Falls Sie beim Lesen gelacht haben, hier sind die richtige
Antworten:
Der Hundertjährige Krieg dauerte 116 Jahre (von 1337 bis 1453).
Der "Panama "- Hut wurde in Equador erfunden.
Der Festtag der Oktober Revolution wird am 7. November gefeiert
Richtiger Name von König Georg IV war Albert. Der König hat den
Namen 1936 geändert.
Der Name der Kanarischen Insel stammt vom Seehund. Auf Latein
bedeutet er "Insel der Seehunde".
Na, sind Sie viel klüger als die Blondine? |
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Zu schnell gefahren
Jack schaute kurz noch einmal
auf sein Tacho, bevor er langsamer wurde: 73 in einer 50er Zone.
Mist, das war das vierte mal in gleicher Anzahl von Monaten.
Er fuhr rechts an den Straßenrand und dachte: "Lass den
Polizisten doch wieder einmal herummosern über meinen Fahrstil. Mit
etwas Glück würde ein noch schnellerer Autofahrer an ihnen
vorbeiflitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte."
Der Polizist stieg aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch
in der Hand. War das etwa Bob? Bob aus der Kirche?
Jack sank tiefer in seinen Sitz. Das war nun schlimmer als der
Strafzettel: Ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus seiner
eigenen Kirche.
"Hi Bob. Komisch, dass wir uns so wieder sehen !"
"Hallo Jack." Kein Lächeln.
"Ich sehe du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu
kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen." "Ja, so ist
das."
"Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen."
Jack schoss einen Kieselstein an die Bordsteinkante. "Diane erwähnte
etwas von Roast Beef und Kartoffeln heute abend. Verstehst du, was
ich meine?"
"Ich weiß, was du meinst. Und ich weiß auch, dass du soeben
ein Gesetz gebrochen hast."
Aua, das ging in die falsche Richtung. Zeit, die Taktik zu ändern.
"Bei wie viel hast du mich erwischt?"
"Siebzig. Würdest du dich bitte wieder in dein Auto
setzen?"
"Ach Bob, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort gecheckt,
als ich dich gesehen habe! Ich habe mich auf höchstens 65 km/h
geschätzt!"
"Bitte Jack, setz dich wieder in dein Auto."
Genervt quetschte Jack sich wieder ins Auto. Ein Knall. Türe zu. Er
starrte auf sein Armaturenbrett.
Bob war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte
Bob nicht seinen Führerschein und die Papiere sehen?
Dann klopfte Bob an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand.
Jack öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel
an sich zu nehmen. Bob reichte ihm den Zettel und ging dann zu
seinem Auto, ohne ein weiteres Wort zu verlieren.
Jack falteteden Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder
kosten? Doch, Moment: War das ein Witz? Das war gar kein
Strafzettel!
Jack las:
Lieber Jack,
ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war,
starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten; der Typ ist zu
schnell gefahren.
Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann
war wieder frei. Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu
dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben.
Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den
Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann. Tausend
Mal habe ich versucht, diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich
gedacht ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft,
aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für
mich.
Und sei bitte vorsichtig, Jack. Mein Sohn Ist alles was ich noch
habe.
Bob
Jack drehte sich um und sah Bob wegfahren, bis er nicht mehr zu
sehen war. Langsam fuhr auch er nach Hause. Zu Hause angekommen nahm
er seine überraschte Frau und die Kinder in den Arm und drückte
sie ganz fest.
Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. |
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Unglaubliches aus dem Gesundheitswesen...
(Achtung: Statistiken sind grundsätzlich mit äußerster Vorsicht
zu genießen!)
Ärztestreik im Israel
"...Bei einem einmonatigen Ärztestreik in Israel sank die
Zahl der Krankenhausaufnahmen um 85 % und die Zahl der
Sterbefälle um 50 %. In Kolumbien gingen bei einem
Ärztestreik von 52 Tagen die Sterbefälle um 35 % zurück...."
(New England Journal of Medicine, 2003).
95
Prozent der Ärzte lehnen die Chemotherapie bei sich ab
[ Börse & Wirtschaft: Elliott-Wellen-Forum, 2003 ]
A) Das deutsche Gesundheitswesen, einst das Mekka der Medizin und
jahrzehntelang von Experten im In- und Ausland als vorbildlich
gepriesen, ist enorm überteuert und gleichzeitig unglaublich
ineffizient. Im Ergebnis produziert es inzwischen mehr Kranke als
Gesunde.
B) In Deutschland werden jährlich rund 1250 Röntgenuntersuchungen
pro 1000 Einwohner vorgenommen. In den Niederlanden und Schweden
liegt diese Zahl zwischen 500 und 600.
C) Prof. Dr. Horst Kuni von der Universität Marburg weist darauf
hin, dass infolge von Röntgenuntersuchungen in Deutschland etwa 50
000 Menschen jährlich an Krebs erkranken, 15 000 davon sterben.
D) Von den jährlich rund 200 000 an deutschen Kliniken
vorgenommenen Gebärmutterentfernungen ist "mindestens jede
Zweite überflüssig".
E) Bei 40 Prozent aller Eierstockoperationen lag nach Prof. Dr. H.
Koester, ehemaliger Direktor der Frauenklinik der Städtischen
Kliniken Dortmund, keine ausreichende medizinische Begründung vor.
F) Die Zahl der Herzkatheter-Labors hat sich in den letzten zehn
Jahren verdoppelt. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der
Katheteruntersuchungen um 250 Prozent auf rund 490000 angestiegen.
"Sicher wird heute zu viel und zu unkritisch kathetert",
erklärt Dr. Ernst Giert vom Städtischen Krankenhaus Offenbach.
G) Die meisten Herzkatheter-Unterschungen werden anscheinend nur um
ihrer selbst willen gemacht, es schließt sich keine Therapie an.
"Da kann man schon auf die Idee kommen", so der Berliner
Herzspezialist Professor Eckart Fleck, "dass mancher Kardiologe
mehr für sein Konto als für den Patienten arbeitet."
H) Deutschland nimmt im internationalen Vergleich mit rund 70 Betten
je 10 000 Einwohner einen Spitzenplatz ein. Gleichzeitig dauert die
Krankenhausbehandlung hier zu Lande mit durchschnittlich 12 Tagen je
Krankenhausfall am längsten. Der Grund: Die Betten müssen belegt
sein. Regierungsberater Professor Karl W. Lauterbach rechnete vor,
dass hier zu Lande etwa 230 000 (von rund 550 000) Klinikbetten
abgebaut werden müssten, um auf den internationalen
Durchschnittswert zu kommen. Das Sparpotenzial beläuft sich in
diesem Bereich auf rund 20 Milliarden Euro.
I) Eine von der Schwäbisch Gmünder Ersatzkasse in Auftrag gegebene
Studie ergab, dass 30 Prozent aller Knie-Operationen überflüssig
sind und darüber hinaus 50 Prozent der Operierten mit dem Ergebnis
nur bedingt oder gar nicht zufrieden waren.
J) Bei 442 kontrollierten Spiegelungen des Magens waren 43 Prozent
medizinisch unbegründet.
K) Deutsche Chirurgen amputieren bei Zuckerkranken viel zu häufig:
In unseren Kliniken werden pro Jahr fast 30 000 Amputationen
vorgenommen.
L) Derzeit werden auf Grund von jährlich vier Millionen
"grauen Mammographien" 100 000 Frauen operiert, die nicht
operiert werden müssten;
M) Überflüssige, d. h. medizinisch unbegründete Operationen
werden fast allen Fachgebieten vorgeworfen. Insgesamt sollen sich
von den jährlich acht Millionen vorgenommenen Eingriffen etwa die Hälfte
als nicht notwendig erweisen.
N) Falls das Verhalten der Ärzte selbst und ihrer Familienangehörigen
zum Maßstab genommen würde, könnten nach Schätzungen von
Experten allein 30 Millionen Krankenhaustage oder ca. 22 Milliarden
Euro eingespart werden.
O) Der Hammer Schlechthin:
Bei Operationen der Gallenblase liegt die Eingriffshäufigkeit 84
Prozent höher, bei Hämorrhoiden-Operationen 83, bei Gebärmutteroperationen
53 Prozent und bei Mandeloperationen immer noch 46 Prozent höher
als bei Ärzten und ihren Familienangehörigen. Lediglich bei
Blinddarmoperationen liegen die Vergleichszahlen bei der übrigen
Bevölkerung mit acht Prozent nur unwesentlich höher als bei Ärzten.
Dafür lehnen fast 95 Prozent der Ärzte für sich und ihre
Familienangehörigen eine Chemotherapie bei Krebs ab.
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* Das Wissenschaftliche Institut der Allgemeinen Ortskrankenkassen
hat *
* errechnet, dass die Lebenserwartung der Bevölkerung im gleichen
Maße *
* sinke wie die Arztdichte in Ballungsräumen zunehme. *
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Die ganze Menschheit in
einem Dorf
Immanuel Jacobs
Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern
reduzieren, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker
achten würden, wäre dieses Dorf so zusammengestellt:
57 Asiaten
21 Europäer
14 Amerikaner (Nord und Süd)
8 Afrikaner
52 wären Frauen
48 wären Männer
70 Nicht-Weiße
30 Weiße
70 Nicht-Christen
30 Christen
89 heterosexuelle
11 homosexuelle
6 Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen
und alle 6 Personen kämen aus den USA.
80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse
70 wären Analphabeten
50 wären unterernährt
1 würde sterben
2 würden geboren
1 hätte einen PC
1 (nur einer) hätte einen akademischen Abschluss
Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, wird jedem klar, dass
das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit, Verständnis, Akzeptanz
und Bildung notwendig ist. Denkt auch darüber nach!
Falls du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist
du glücklicher als eine Million Menschen, die die nächste Woche
nicht erleben werden.
Falls Du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit
durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt
hast, dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.
Falls du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass dir
gedroht wird, dass man dich verhaftet oder dch umbringt, bist du glücklicher
als 3 Milliarden Menschen der Welt.
Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist,
ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen, bist du
reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.
Falls du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und
etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst du zu 8% der
wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.
Falls du diese Nachricht liest, bist du doppelt gesegnet worden,
denn:Jemand hat an dich gedacht und
du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen, die nicht lesen können.
Und... Du hast einen PC!
Einer hat irgendwann mal gesagt:
Arbeitet, als würdet ihr kein Geld brauchen,
liebt, als hätte euch noch nie jemand verletzt,
tanzt, als würde keiner hinschauen,
singt, als würde keiner zuhören,
lebt, als wäre das Paradies auf der Erde.
Quelle: Aufruf zur Internationalen Woche der Freundschaft |
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